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KinderZentrum Augsubrg

Ergotherapie in der interdisziplinären Frühförderung

Was ist Ergotherapie (allgemeine Definition):
 
Die Ergotherapie (griechisch: ergon = etwas tun, tätig sein) verfolgt das Ziel, Menschen dabei zu helfen, eine durch Krankheit, Verletzung, Behinderung oder abweichende Entwicklung verlorengegangene oder noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben wieder zu erreichen oder herzustellen.
Handlungsfähig im Alltagsleben zu sein bedeutet, dass der Mensch die Aufgaben, die er sich stellt und die, die ihm durch sein Leben bzw. die Gesellschaft gestellt werden, für sich zufriedenstellend erfüllen kann.
Angestrebt wird daher immer eine größtmögliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit des Menschen.
 
 
Welche Kinder werden behandelt (Behandlungsschwerpunkte):
 
Ergotherapie in der interdisziplinären Frühförderung wendet sich an Kinder im Kleinkindalter (von ca. 1,5 Jahre bis zur Einschulung) mit folgenden Einschränkungen und Auffälligkeiten:
 
  • Entwicklungsstörungen und Entwicklungsverzögerung
  • Beeinträchtigungen durch körperliche, geistige und psychische Behinderung
  • Störungen der Körpermotorik (Grob- und Feinmotorik) und ihrer Koordination
  • Einschränkungen der Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit
  • Störungen in einzelnen Bereichen der Wahrnehmungsverarbeitung
  • Störungen im Bereich der gesamten sensorischen Integration*
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen mit oder ohne Hyperaktivität
  • Verhaltensauffälligkeiten im Bereich der Sozialentwicklung und Kommunikationsfähigkeit
 
 
Welche Ziele werden verfolgt:
 
Übergeordnetes Ziel der Ergotherapie in der Pädiatrie, ist immer die größtmögliche Handlungskompetenz und damit die größtmögliche Selbständigkeit des Kindes durch die:
 
  • Unterstützung und Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Tonusregulation sowie der Koordination des gesamten Körpers
  • Unterstützung bei der Entwicklung einzelner Wahrnehmungsleistungen
  • Unterstützung bei der Entwicklung der sensorischen Integration*
  • Entwicklung und Verbesserung von kognitiven Fähigkeiten
  • Entwicklung und Verbesserung der Konzentration und Ausdauer
  • Entwicklung und Verbesserung von sozio-emotionalen Kompetenzen (Motivation, Kommunikation, Affektsteuerung usw.)
  • Integration des Kindes ins soziale Umfeld (Kindergarten, Familie usw.)
  • Kompensation bleibender Defizite
 
* Unter sensorische Integration versteht man das Zusammenspiel / die Koordination unterschiedlicher Sinnesqualitäten und –systeme (taktile Wahrnehmung, Gleichgewichtssinn, Tiefensensibilität, visuelle Wahrnehmung und auditive Wahrnehmung) untereinander und mit der Motorik
 
Wie wird der Therapieverlauf bestimmt:
 
  • Einführungs- bzw. Kennenlernstunde/-n
  • Erstgespräche mit den Eltern
  • Auswertung von bereits vorliegenden Informationen
  • Befunderhebung / Diagnostik
  • Bestimmung der Hauptprobleme
  • Zielformulierung
  • Planung und Durchführung des Therapieverlaufs
  • Zielevaluation
  • Verlaufsgespräche (mit Schwerpunkt auf Aufklärung, Informationsweitergabe, Beratung, Anleitung, Unterstützung, Zielanalyse, neuer Zielformulierung)
 
 
Wie werden die Kinder gefördert:
 
  • Ambulant in der interdisziplinären Frühförderung Josefinum
  • Mobil im häuslichen Bereich
  • Mobil in den von uns betreuten integrativen Kindergärten
 
 
Welche Fachpersonen arbeiten noch eng mit uns zusammen:
 
In der interdisziplinären Frühförderung mit:
  • Heilpädagogen
  • Psychologen
  • Logopäden
  • Physiotherapeuten
 
Außerhalb der interdisziplinären Frühförderung mit:
  • Kindergärten
  • Kinderärzten
  • Therapeuten, die das Kind vor der Aufnahme in die interdisziplinäre Frühförderung behandelt haben