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Auch in Augsburg können jetzt Frauen in Not ihr Kind anonym auf die Welt bringen. Wie die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg auf Anfrage der Katholischen Nachrichtenagentur KNA mitteilte, sei man dazu bereit, im Krankenhaus Josefinum auch anonyme Geburten zu ermöglichen. "Wir halten das nicht für optimal, sondern sehen eine anonyme Geburt eher als Not-Lösung an. Wenn aber eine Notlage besteht, werden wir aus Verantwortung für Mutter und Kind dem Wunsch nach anonymer Entbindung nachkommen," sagt der Direktor der Katholischen Jugendfürsorge, Prälat Günter Grimme. "Wir empfehlen aber jeder Frau, die in einer solchen Situation ist, sich bei einer Beratungsstelle umfassend beraten zu lassen, wie etwa beim Sozialdienst Katholischer Frauen, um vielleicht doch eine andere Lösung zu finden." Falls aber eine anonyme Geburt ansteht und die Entbindung nicht privat bezahlt werden kann, sieht Grimme Möglichkeiten der Finanzierung. Hinsichtlich des Personenstandsgesetzes und der Meldung der Geburt durch das Krankenhaus an das Standesamt ist ihm bewusst, dass dies juristisch derzeit nicht eindeutig geklärt ist. "Die Sorge um die Mutter und ihr Kind steht aber in diesem Fall in Konkurrenz zu einer gesetzlichen Regelung und hat für uns den Vorrang." Das Krankenhaus Josefinum im Augsburger Stadtteil Oberhausen ist eine Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge. Mit mehr als 2700 Geburten im Jahr steht das Josefinum in der Entbindungs-Statistik an vierter Stelle in Deutschland.
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